Digitale Tools auf Messen

Die Veranstaltungsbranche erlebt einen tiefen Wandel, der primär auf eine digitale Transformation zurückzuführen ist. Eine branchenspezifische Messe ist nicht allein darauf bedacht, die neusten Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Vielmehr stellt sie ein vielseitiges Event dar, das ein einmaliges Kundenerlebnis zum Ziel hat. Die folgenden drei Einflussfaktoren stehen dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit.

1. Smartes Gästemanagement

Ohne ein professionelles Gästemanagement im digitalen Raum ist heute kaum mehr möglich, eine Großveranstaltung wie Messe zu planen. Zu Hilfe kommen diverse IT-Lösungen, die entweder auf dem Cloud- oder Server-Hosting basieren. Zu den am meisten gewünschten Funktionen gehören neben einem dynamischen Anmeldeprozess personalisierte Ansprache, digitale Zahlungsmöglichkeiten, Check-in-Benachrichtigung und Einladungstracking.

Zudem kommt der Absagefunktion für Teilnehmer, die an der Messe nicht anwesend sein können, eine besondere Bedeutung zu. Auch die Umfragen zu Erwartungen und Zufriedenheit vor und nach dem Event kurbeln die gemeinsame Interaktion an. Eine mehrsprachige Bedienung sowie die Möglichkeit, Namensschilder zu exportieren und zu drucken, machen einen ebenso guten Eindruck. Jede ausgewählte IT-Lösung muss DSGVO konform sein.

2. Online Business Networking

Die modernen Messebesucher erwarten, dass sie wertvolle Hintergrundinformationen aus dem jeweiligen Fachbereich erhalten und neue Kontakte knüpfen. Es ist jedoch nicht einfach, die richtigen Gesprächspartner zu finden und direkt anzusprechen. Eine digitale Eventplattform, die Netzwerkeffekte erzeugt, stellt eine Bereicherung für diejenigen dar, die neben einem Austausch an der Messetheke eine digitale Konnektivität wünschen.

Eine digitale Eventplattform im Sinne als Networking-App hat noch weitere Vorteile. Sie liefert den Background für Eventkontakte, wobei hier nicht nur Teilnehmer, sondern auch Aussteller angesprochen sind. Die letzteren lassen sich über einen digitalen Messekatalog finden und kontaktieren. Besonders die Möglichkeit, einen Termin mit dem ausgewählten Aussteller online zu vereinbaren, ist für die technikversierten Messebesucher von Interesse.

3. Unterhaltung mit Anspruch

Im Zuge einer digitalen Transformation haben sich die Erwartungen im Hinblick auf die Unterhaltung im Rahmen branchenspezifischer Messen stark verändert. Multimediale Präsentationen gehören mittlerweile zum Standard in der Wissensvermittlung und werden heute voraussichtlich keinen Wow-Effekt hervorrufen. Stattdessen tritt digitale Technologie auf, die direkt am Messestand als Attraktion wahrgenommen wird.

Digital Twins (oft in 3D) und VR-Videos mit einem spektakulären 360°-Rundumblick sind nur zwei Beispiele für Messeattraktionen, die für ein echtes 3D-Erlebnis sorgen. Sie tragen auf eine neue Art und Weise dazu bei, die Neugier bei potenziellen Kunden zu wecken. Mehr noch: Sie vermitteln ein positives Bild und präsentieren den Aussteller als fortschrittliches Unternehmen, das mit dem Geist der Zeit geht.

Zukunftstrend: Virtual Reality

Der Einsatz von Virtual Reality (VR) am Messestand stellt eine zukunftsorientierte Erweiterung dar, die jedoch eine sorgfältige Planung und ein relativ hohes Budget im Vergleich zu den traditionellen Präsentationstechniken erfordert. Nach wie vor können sich die VR-Technologie im Veranstaltungsbereich nur finanziell starke Unternehmen leisten. Viele Eventexperten lassen keinen Zweifel daran, dass sie in Zukunft mehr zugänglich sein wird.

Der Aufstieg digitaler Technologie schließt die persönliche Kommunikation zwischen Veranstaltern, Ausstellern und Teilnehmern nicht aus. Im Gegenteil: Eine respektvolle Dialogkultur und ein offenes Ohr für kleine und große Anliegen bleiben ein unentbehrlicher Bestandteil jeder Messe. Gemeinsam mit innovativen Tools zur Eventplanung und -durchführung bringen Unternehmen zukunftsorientierte Messen auf eine neue Ebene.

Datum: 21.02.2020
Redaktion: fairplay konzept. raum. messe.

Datum: 10.08.2020